Kindernothilfe Schweiz

Dauerhaft. Liebevoll. Weltweit.
Jetzt spenden

Mit Urs Meier gegen die Gewalt in Brasilien

Der Kindernothilfe-Botschafter, Fernsehkommentator und ehemalige Schweizer FIFA-Schiedsrichter Urs Meier hat eines unserer Projekte in einer Favela von Rio de Janeiro besucht. Meier, der zu dieser Zeit als ZDF-Experte Spiele der WM begleitet, schlüpfte wieder in die Rolle eines Referees und pfiff ein Fussballspiel der Jugendlichen. Er versprach den jungen Leuten, auch nach der WM noch einmal vorbeizukommen.

Urs Meier in Brasilien zur WM (Quelle: Florian Kopp / Brasilien)zoomUrs Meier in Brasilien zu WM

Für die Mädchen und Jungen in der Favela Guararapes von Rio de Janeiro war es der Höhepunkt der Fussballweltmeisterschaft in ihrem Land. Der weltbekannte Schiedsrichter Urs Meier pfiff eines ihrer Spiele auf dem Bolzplatz. Und auch für Urs Meier war der Besuch ein einschneidendes Erlebnis. „Hier in Rio de Janeiro sind die Grenzen zwischen Arm und Reich wirklich abrupt. Oft trennt die Favela gerade einmal eine Strassenseite von einem wohlhabenden Viertel. Ich tue mich schwer zu begreifen, warum es nicht gelingt, diese tiefen Gräben zuzuschütten.“ Deswegen ist es für Urs Meier auch wichtig, gegen diese Ungerechtigkeiten und Missstände einzutreten. Als Botschafter der Kindernothilfe kennt Meier Probleme wie diese.

Und doch ist dem erfahrenen Sportsmann hier etwas besonders aufgefallen: die Härte und Kompromisslosigkeit der Jugendlichen. „Es ist erstaunlich mit welcher Aggressivität die Jungs hier spielen. Das habe ich so noch nicht oft erlebt.“ Genau diese Aggressivität ist es, gegen die sich Urs Meier gemeinsam mit der Kindernothilfe in den Armenvierteln von Rio de Janeiro engagiert.

Durch Sport wie Fussball oder Capoeira werden 260 Jungen und Mädchen erreicht und sollen dadurch für eine umfassende Projektarbeit gewonnen werden. In den Projekten nehmen die Kinder dann an Präventionsworkshops teil und werden auf alltägliche Probleme wie Drogenmissbrauch oder Gewalt vorbereitet. Hier lernen sie, Konflikte auch ohne Gewalt zu lösen, zum Beispiel durch den Pfiff eines Schiedsrichters beim Fussball.

Urs Meier ist beeindruckt und verspricht den Jungen und Mädchen noch bevor er sie wieder verlässt, dass dies nicht sein letzter Besuch in Guararapes war. „Ich werde auch nach der WM wieder vorbeischauen, wenn sich das mediale Interesse gelegt hat.“