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Indien: Hilfe für Kinder nach verheerendem Monsunregen

Tagelange starke Monsunregen haben weite Gebiete Nordindiens unter Wasser gesetzt. Auch das Projektgebiet unseres Partners Gyan Sewa Bharati Sansthan in Nirmali (Bundesstaat Bihar) ist betroffen. Zwei Kinder aus dem Projekt starben. Dringend benötigt werden Nahrungsmittel und Medikamente für Kinder, da die staatliche Hilfe diese Zielgruppe nicht berücksichtigt.

Alle fünf Dörfer in Nimali, in denen Mitarbeiter unserer Partnerorganisation vor Ort Förderzentren für Kinder unterhalten, sind überschwemmt. Das Wasser steht fast einen Meter hoch in den Projektgebäuden, alle Wände wurden beschädigt. In diesen Zentren erhielten zuvor Mädchen und Jungen zwischen sechs und 14 Jahren, die in den umliegenden Ziegelbrennereien schuften, Schulunterricht und nahrhafte Mahlzeiten. Zwei Kinder aus den Förderzentren starben, als die Hütten ihrer Familien unter den Fluten zusammenbrachen. Die Bevölkerung wurde von den Monsunregen überrascht und hatte deshalb noch keine Vorräte an unverderblichen Grundnahrungsmitteln gehortet. Die Familien stehen jetzt vor dem Nichts.

Flutkatastrophe in Nordindien/Nirmali - August 2017zoomFlutkatastrophe in Nomali, Indien Foto: Kindernothilfe

Spezialnahrung für kleine Kinder

Die Regierung hat Verteilstellen für Lebensmittel errichtet, die aber nicht alle Menschen erreichen. Es ist auch ein Problem, die Lebensmittel, die sie dort erhalten, zu kochen, da alles Feuerholz durchnässt ist. Die Bedürfnisse von Kindern unter sechs Jahren werden bei dieser staatlichen Soforthilfe gar nicht berücksichtigt. Unsere Partnerorganisation versorgt zurzeit 400 Haushalte mit rund 1‘700 Personen, darunter 550 Kinder, mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten. Für Kinder unter sechs Jahren gibt es zusätzlich Milch, Guetzli, nährstoffreiche Zusatznahrung und kindgerechte Medikamente.

Erwachsene und Kinder haben Angst vor weiteren Flutwellen und kampieren unter freiem Himmel auf künstlich aufgeschütteten Erdwällen, auf denen in Monsunregionen meist die Straßen verlaufen. „Wir werden unsere Arbeit mit den Kindern in Notunterkünften weiterführen“, berichtet Sushil Kumar Jha von unserer Partnerorganisation. „Es ist enorm wichtig für die Kinder in dieser Situation, beschäftigt zu werden. Dann werden sie von der Katstrophe abgelenkt und vergessen ihre Ängste.“

Ziegelbrennerei: Vor dem Monsun - nach dem MonsumzoomZiegelbrennerei: Vor dem Monsun - nach dem Monsum, Foto: Kindernothilfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um Kindern die bestmögliche Hilfe während und nach Katastrophen zu gewährleisten, arbeiten die Kindernothilfe mit ihren lokalen Partnerorganisationen erfolgreich mit Kinderzentren: Das sind speziell geschaffene Räume – häufig innerhalb von Notunterkünften –, in denen Kinder Schutz, Essen, Unterricht, Spielmöglichkeiten und medizinische sowie psychologische Betreuung bekommen.

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