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6,2 Millionen Menschen in Not davon 1,4 Mio. Kinder, die wegen akuter Mangelernährung behandelt werden müssen.

3'475 neue Cholerafälle, 38'000 insgesamt. Die Krankheit weitet sich weiter aus und wurde durch Regenfälle verschärft. Hunderte tote Tiere liegen am Strassenrand: Ziegen, Esel, Schafe und Kamele.

Kinder in der Wüste mit Wasserkanister, Foto: Angelika BöhlingzoomKinder in der Wüste


In weiten Teilen Ostafrikas herrscht die schlimmste Trockenheit seit Jahren. Leere Zisternen, ausgetrocknete Brunnen - die Lage in Äthiopien und Kenia sowie besonders auch in Somalia ist nach der vom Wetterphänomen El Niño verursachten Dürre von 2016 ohnehin schon sehr angespannt. Nun verschärft das Wetterphänomen La Niña – die "kleine Schwester" von El Niño – die Not der Menschen in der gebeutelten Region. 

Die Hälfte der Bevölkerung Somalias – mehr als 6 Millionen Menschen – benötigt laut Vereinter Nationen humanitäre Hilfe. Frauen und Kinder sind auf der Suche nach Essen und Wasser über Wochen zu Fuss unterwegs, Schulbesuche sind in ganzen Regionen nicht mehr möglich.

Wenn in den kommenden zwei Monaten nicht endlich Regen fällt, werden die Auswirkungen der Dürre noch dramatischer, als sie im Jahr 2011 schon waren“, sagt ein Mitarbeiter der somalischen Partnerorganisation der Kindernothilfe. Damals sind am Horn von Afrika fast 250'000 Menschen gestorben.

Hunderttausende sind mangelernährt

Schätzungen zufolge leiden momentan allein in Somalia etwa 90'000 Mädchen und Jungen unter akuter Unterernährung. In Kenia hat sich die Zahl der Menschen, die sich nicht mehr selbst ernähren können, von September bis Januar auf 2,6 Millionen verdoppelt. 5,6 Millionen Menschen aus den Teilen Äthiopiens, die erst im vergangenen Jahr von einer der schlimmsten Dürren überhaupt betroffen waren, haben sich immer noch nicht erholt. Die Lebensgrundlage vieler Menschen ist bedroht, dadurch ziehen immer mehr Familien aus den jetzt schon vom Hunger betroffenen Gebieten in Regionen mit einer vermeintlich besseren Ernährungssituation.

Die Kindernothilfe ist seit Jahrzehnten am Horn von Afrika tätig und steht im engen Kontakt mit lokalen Partnerorganisationen, um die Hilfsmassnahmen abzustimmen.

Wie wir helfen

Gemeinsam mit der Partnerorganisation Candlelight hat die Kindernothilfe in Somalia Soforthilfemassnahmen in die Wege geleitet: In den betroffenen Regionen werden Nahrungsmittel verteilt, schwangere Frauen und mangelernährte Kinder erhalten hochkalorische Mahlzeiten, die Menschen werden mit Trinkwasser versorgt.


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