Kindernothilfe Schweiz

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Wir setzen uns gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein!

Kinderarbeit

Sie sind häufig in Minen und Steinbrüchen, in der Textilindustrie beispielsweise in Indien, auf Kaffee- oder Kakaoplantagen oder als Leibeigene in Haushalten zu finden. Viele Kinder werden auch Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution. Mit zahlreichen Projekten, Kampagnen und politischer Arbeit setzt sich die Kindernothilfe dafür ein, dass Kinderrechte verwirklicht werden und Kinderarbeiter insbesondere ihr  Recht auf Bildung wahrnehmen können und nicht unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen.

Gummi zum Abtransport durch den Fluss zum Lastwagen, Foto: Christian HerrmannyzoomJunge schleppt Gummi zum Abtransport mit dem Lastwagen, Foto: Christian Hermanny


Altersgrenze als Norm

Eine allgemeingültige Definition von Kinderarbeit gibt es nicht. Auf internationaler Ebene hat die IAO jedoch wichtige Normen gesetzt. Mit der Konvention 138 (1973) hat sie ein Mindestalter für verschiedene Formen der Arbeit festgesetzt:

  • Mindestalter 13 für Jahre für leichte Arbeit
  • Mindestalter 15 für gewöhnliche Arbeit
  • Mindestalter 18 für gefährliche Arbeit

Um Kinderarbeit handelt es sich demnach, wenn diese Altersgrenzen unterschritten werden.

Die schlimmsten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit

Gefährliche Arbeit liegt vor, wenn Tätigkeiten oder Beschäftigungen ausgeübt werden, die sich ihrer Natur nach schädlich auf die Sicherheit, die körperliche oder seelische Gesundheit und die sittliche Entwicklung des Kindes auswirken können. Dies wurde 1999 mit dem „Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Massnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit“ (Konvention 182) präzisiert. Demnach sind die schlimmsten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit verboten:

  • Alle Formen von Sklaverei und sklavenähnlichen, ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen wie Kinderhandel oder Schuldknechtschaft,
  • Vermittlung und Anbieten zur Prostitution oder Pornografie
  • Heranziehen, Vermitteln und Anbieten von Kindern für illegale Aktivitäten, z.B. Drogenhandel,
  • Andere Arbeiten, die ihrem Wesen nach schädlich für die mentale und physische Gesundheit der Kinder sind.

Darüber hinaus verbietet Art. 32 der UN-Kinderrechtskonvention die wirtschaftliche Ausbeutung von Kindern.