Recht auf Ernährung
Von Jahr zu Jahr steigt die Anzahl der Menschen, die nicht genug zu essen haben. Über 300 Millionen Kinder können ihren täglichen Energiebedarf nicht decken. Vorübergehende Notsituationen sind die Ausnahme, mehr als 90 Prozent leiden an dauerhafter Mangelernährung. Dies nicht in erster Linie, weil es an Nahrungsmitteln fehlt. Vielmehr mangelt es am politischen Willen. Denn die Hauptursache für die Ernährungskrise ist die Armut.
Fatale Folgen für Kinder
Hunger und Unterernährung schwächen Kinder oft so stark, dass Infektionskrankheiten wie Malaria, aber auch Diarrhö, Lungenentzündung und Masern zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Etwa alle drei Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen eigentlich vermeidbarer Krankheiten. Kinder, die dauerhafte Mangel- und Unterernährung überleben, bleiben in ihrer Entwicklung hinter Altersgenossen zurück und leiden unter seelischen und körperlichen Schäden.
Wege aus der Armut
Da die Ursachen für Armut von Region zu Region verschieden sind, muss jedes Land selbst entscheiden, ob es zur Verbesserung der Situation zuerst sein Schulsystem reformiert, eine Gesundheitsversorgung aufbaut oder eine Landreform einleitet. Bei der Suche nach der richtigen Strategie werden die Gemeinschaften von der Kindernothilfe Schweiz unterstützt. Die gemeinsam mit lokalen Partnern entwickelten Projekte sorgen für Beständigkeit und motivieren die Menschen, die Entwicklung ihrer Gesellschaft selbst in die Hand zu nehmen.