Kindernothilfe Schweiz

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Die Kindernothilfe – Jedes Kind zählt

Kinderrechte

Kinder haben ganz besondere Rechte. Etwa das Recht auf Bildung, auf gewaltfreie Erziehung, auf sofortige Hilfe in Katastrophenfällen – und auf Freizeit und Erholung. 1989 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet – und damit völkerrechtlich festgelegt: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern Menschen, die besonderen Schutz, besondere Förderung und besondere Beteiligung brauchen. In vielen Ländern werden sie jedoch nicht geachtet. Mädchen und Jungen sind Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung hilflos ausgeliefert. In den von der Kindernothilfe unterstützten Projekten und Programmen werden Kinder und Jugendliche zunehmend in Planung und Gestaltung der Projekte einbezogen. Voraussetzung dafür ist, dass die jungen Menschen in ihren Rechten gestärkt werden und lernen, sie einzufordern

Bildung

Rund 57 Millionen Mädchen und Jungen können weltweit nach wie vor nicht zur Schule gehen. Dazu kommen noch ungezählte weitere, die zwar zur Schule gehen, dort aber zu wenig über Lebenswichtiges wie etwa Gesundheit, Hygiene, Ernährung oder Konfliktlösung lernen. Jedes dieser Kinder droht in einen Teufelskreis zu geraten aus fehlender Bildung, Armut und allen Problemen, die damit in Verbindung stehen. Und in diesem Teufelskreis stecken nicht nur Kinder, sondern ganze Familien, Gesellschaften und Länder. In den Projekten der Kindernothilfe geht es um eine gute und umfassende Bildung. Wie in unserem Projekt auf den Philippinen: Die Kinder lernen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie lernen auch etwas über ihre Rechte als Kinder und wie sie sich vor Gewalt schützen können. So verändert sich ihr Leben in allen Bereichen zum Positiven.

Kinder mit Behinderungen

Behinderung ist viel weiter verbreitet als gemeinhin angenommen. Weltweit gibt es mehr als 1 Milliarde Menschen mit Behinderung, geschätzte 80 % von ihnen leben in Entwicklungsländern. Laut Statistiken der Vereinten Nationen lebt eine grosse Mehrheit dieser Gruppe, nämlich 82 Prozent, unterhalb der Armutsgrenze. Weltweit fördert die Kindernothilfe 75 Projekte für rund 7000 Kinder mit Behinderungen, davon 22 in Afrika, 36 in Asien, 3 in Osteuropa und 14 in Lateinamerika. Unser Konzept: Förderung von Kindern mit Behinderungen, Unterstützung der Eltern, Stärkung der Kinderrechte und Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Für mehr Akzeptanz und Inklusion.

Strassenkinder

Sie leben völlig auf sich allein gestellt auf den Strassen der Elendsviertel der Grossstädte: Rund 80 Millionen Strassenkinder, die Jüngsten gerade einmal fünf Jahre alt, versuchen allein zu überleben. Ständig bedroht von Gewalt, Drogen und Missbrauch. Die Kindernothilfe fördert Projekte, in denen Strassenkinder in ein geregeltes Leben zurückfinden. Wie etwa auf den Philippinen. Dort werden die Strassenkinder liebevoll versorgt, können zur Schule gehen und einfach nur Kind sein. In Therapien können sie die teils schrecklichen Erfahrungen von der Strasse aufarbeiten.

Kinderarbeit

Weltweit müssen etwa 168 Millionen Kinder arbeiten, 85 Millionen von ihnen schuften unter unzumutbaren Bedingungen. An vielen Kindern geht die schwere körperliche und gefährliche Arbeit nicht spurlos vorüber. Sie hat schwere körperliche und psychische Folgen. Für das Kind sein bleibt keine Zeit. Freizeit und Spielen bleibt Kinderarbeitern häufig verwehrt. Schwer wiegt auch, dass viele Kinder durch ihre schwere Tätigkeit keine Möglichkeit mehr haben, die Schule zu besuchen. Für ihre Zukunft ist das fatal, denn ohne einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung haben sie keine Chance, aus der Armutsspirale zu gelangen.

Aids-Waisen

Fast 18 Millionen Mädchen und Jungen weltweit haben ihren Vater, ihre Mutter oder beide Elternteile durch Aids verloren. Plötzlich stehen sie allein da, müssen sehen, wie sie sich und ihre Geschwister durchbringen. Geld und Zeit für die Schule bleibt nicht mehr, denn die Kinder müssen ihr Überleben sichern. In zahlreichen Ländern, vor allem in Afrika und Asien, unterstützt die Kindernothilfe diese Kinder. Sie können wieder zur Schule gehen oder eine Berufsausbildung machen, um so ihren Lebensunterhalt zu verdienen und aus dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

Katastrophenhilfe

Erdbeben in Nepal, Taifun auf den Philippinen, Flut in Pakistan – die Kindernothilfe ist vor Ort und hilft den betroffenen Kindern. Mit Soforthilfe wie Trinkwasser, Decken oder Kochutensilien kann die akute Not gelindert werden. Doch vor allem stehen die Kinder im Fokus der Katastrophenhilfe. Für sie werden Kinderzentren eingerichtet, in denen sie sicher sind. Dort können sie die schrecklichen Ereignisse für kurze Zeit vergessen, bekommen etwas zu essen, werden medizinisch versorgt und können spielen und lernen.

Selbsthilfegruppen

Seit Jahren arbeiten wir konsequent nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Denn wir sind überzeugt, dass auch der vermeintlich schwächste Mensch das Potenzial hat, aus eigener Kraft ein Leben in Würde für sich und seine Kinder aufzubauen - und dass nur so nachhaltige Entwicklung möglich ist. Gemeinsam stark – das sind die Frauen in den Selbsthilfegruppen. Frauen, die in Armut leben, tun sich zusammen. Probleme werden gemeinsam angegangen, jeder erfährt Unterstützung. Und die Frauen sparen gemeinsam kleine Beträge. Mit Hilfe des Ersparten können sich die Frauen gegenseitig Kleinstkredite geben. So haben sie die Möglichkeit, eigene Geschäftsideen zu verwirklichen. Mit dem Geld das sie verdienen, können sie z.B. ihre Kinder zur Schule schicken, genug zu essen und Medikamente für die Kinder kaufen.

Ernährung

In vielen Ländern der Welt leiden Kinder Hunger, sind mangelernährt und dadurch stark geschwächt. Klimawandel, politische Instabilität von Staaten oder das fehlende Wissen über nachhaltige Landwirtschaft sind nur drei Gründe für Hunger. In vielen Projekten der Kindernothilfe lernen Kinder und Jugendliche, wie sie nachhaltige Landwirtschaft betreiben können. Wie in Uganda. Die Mädchen und Jungen lernen in Schulgärten verschiedene Methoden, um Obst und Gemüse anzubauen. Die Familien haben nun genug zu essen und müssen nicht mehr hungern.

Gesundheit

Gesundheit – ein kostbares Gut, dass sich viele Menschen nicht leisten können. Medikamente sind teuer. Und oftmals fehlt auch noch das Wissen über ansteckende Krankheiten und wie man sich schützen kann. Als Folge grassieren zahlreiche Krankheiten wie Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose vor allem in Armutsländern. In den Projekten der Kindernothilfe lernen die Kinder, wie sie eine Ansteckung vermeiden können und wie man Hygiene im Alltag aufrechterhält. In einem Projekt in Südafrika werden Schulkinder nicht nur umfangreich über HIV und Aids aufgeklärt, es werden ihnen auch Werte vermittelt, die ihnen Kraft geben, sich gegen die gängige Praxis des ungeschützten Verkehrs in einem viel zu jungen Alter durchzusetzen.