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Haiti: 2 Jahre nach Hurrikan Matthew gibt es gute Neuigkeiten

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Gerade einmal 2 Jahre ist es her als Hurrikan „Matthew“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Kilometer pro Stunde an der Südküste Haitis wütete und alles in Schutt und Asche legte. Es fehtle an Nahrung, sauberes Wasser und Unterkünfte. Die Ernten waren zerstört und auch viele lokale Salinen zur Salzgewinnung.

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Betroffen war auch eine Saline zur Salzgewinnung die mit großem Einsatz der Bevölkerung aufgebaut war.Riesige Wellen hatten sie mit Schlamm und Geröll unbrauchbar gemacht. Gemeinsam mit unserem Partner AMURT haben wir gemeinsam mit der Familien und Selbsthilfegruppen aus der Region haben wir die ganze Anlage wieder aufgebaut. Nun soll in gut drei Monaten entlich wieder Salz geerntet werden.

Nach „Matthew“ startete die Kindernothilfe startete mit ihrem Partner AMURT Soforthilfe-Maßnahmen, und die Familien aus Anse Rouge und anderen Küstendörfern befreiten über Monate hinweg die Salinen von Schlamm und Geröll. Während des Wiederaufbaus konnten neue Dämme, weitere Verdunstungsbecken und ein Hauptgebäude errichtet werden.

Heute, nach knapp zwei Jahren, sind in der Ortschaft Magasin viele der zerstörten Salinen wieder erfolgreich instandgesetzt worden. Da zahlreiche der Salzbecken damals überflutet wurden, werden nun die Wände dieser Becken verkleidet und so verstärkt. Auch die beschädigte Pumpe der Verdunstungsbecken, die tagelang unter Wasser stand, erfüllt wieder ihre Aufgabe. Die Anlage wird nun von einem neu eingestellten Operator bewacht, um weitere Pumpenausfälle sowie Verluste bei der Salzernte zu verhindern.

Bei unserem Besuch waren wieder 600 Arbeiter in den Salinen beschäftigt, die im Rahmen eines „Food for Work Programms“ des World Food Programms bezahlt werden. In dem neu errichteten Haupthaus an der Einfahrt zu den Salinen treffen sich jetzt regelmäßig Vertreterinnen von Frauen-Selbsthilfegruppen. Hier werden einmal etwa 3.250 Frauen aus den 160 Selbsthilfegruppen in Haiti für die Salzernte in den Kristallisationsbecken zuständig sein. Sie sind ebenfalls Teilhaberinnen an ESP RIS.A., einer Kooperative, die den Betrieb von unserem Partner AMURT übernehmen soll.

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In den Kristallisationsbecken hatten sich, zur Freude der Salinen-Arbeiterinnen und -Arbeiter, bereits nach einigen Wochen unter der dünnen Schlammschicht am Beckenboden neue Salzkristalle gebildet. Sie wurden allerdings nicht sofort geerntet, sondern dienen als Stabilisation der Becken. Die erste richtige Ernte ist für November abgesehen. Seitlich der Salinenanlangen wurden Schutzwälle errichtet, um in Zukunft Zerstörungen wie bei Hurrikan „Matthew“ zu verhindern. Ebenfalls gegen Überflutungen aus dem Hinterland soll die Watershed Methode, bei der mit Auffangbecken und künstlich angelegten Wasserwegen gearbeitet wird, helfen.

Lukrative Zukunftsaussichten versprechen die feinen Salzkristalle in den flachen Becken, die von Hand abschöpfbar sind. Es handelt sich hierbei um das „Fleur de Sel“, die teuerste Form des Meersalzes, welche als besonders hochwertig gilt. Unser Partner AMURT wird nun in der Hauptstadt abklären, welche Qualität und welchen Marktwert das Salz hat. Vielleicht ergibt sich daraus ja ein lohnendes Zusatzgeschäft.

Wir sind froh, dass ein normaler Alltag nun wieder aufgenommen werden kann und die größten Schäden behoben sind.

Text und Fotos: Erhard Stückrath, Manager Humanitarian Assistance