Kindernothilfe Schweiz

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Indonesien/Sulawesi: 1 Jahr nach der Katastrophe

UNSERE HILFE FÜR DIE ERDBEBEN- UND TSUNAMIOPFER

Kinder

Vor gut einem Jahr bebte am 28. September die Erde in Sulawesi. 300'000 Menschen wurden obdachlos. Auch heute gelten dort noch unzählige der Opfer als vermisst. Ob sie je gefunden werden gilt als fraglich, denn viele von ihnen wurden von der „flüssigen“ Erde einfach verschluckt oder von der Flutwelle ins offene Meer gespült.

Die Kindernothilfe hat die Betroffenen mit Nahrung, Medikamenten und vor allem mit sauberem Trinkwasser versorgt und ein Kinderschutzzentrum eingerichtet. Hier konnten die Kinder zur Ruhe kommen und mit unseren Fachkräften über ihre Erlebnisse und Ängste sprechen und auch um Eltern, Geschwister oder Angehörige trauern.

Doch die Katastrophe hat bei den Menschen auch Spuren hinterlassen hat, die nicht sofort sichtbar sind.  Es ist unerlässlich, die Menschen dabei zu unterstützen, das Erlebte zu verarbeiten.

Unsere Hilfe Vorort

 

Unser Partner AMURT vor Ort hat festgestellt, dass sich niemand um die Pädagoginnen kümmerte, welche eigentlich die Kinder betreuten.  Lehrerinnen und Erzieherinnen hatten weder selbst eine Trauma-Behandlung erhalten, noch gab es O

rganisationen, die ihnen zeigten, wie sie mit traumatisierten Kindern umgehen sollten.

Ein erstes zweitägiges Pilottraining unseres Partners zu Kinderrechten, zum Thema Trauma, Selbstversorgung und

behutsamen traumalösenden Übungen, wurde extrem gut angenommen und zeigte bei den erwachsenen Frauen unmittelbar erste Erfolge.

„Was für eine Verwandlung! Wenn ich jemals vergessen habe, warum wir tun, was wir tun, wurde es mir heute neu bestätigt“, schwärmt Karl Andersson,von AMURT. „Bei ihrer Ankunft waren die Lehrerinnen niedergeschlagen und voller Sorge über ihr Leben, ihre Familien und ihre Kindergärten und Schulen. Am Ende des Tages konnten die Frauen schon wieder singen, lachen und tanzen.“

Der Erfolg machte das Bildungsministerium aufmerksam

FrauengruppeRasch wurden auch die Mitarbeiter des Bildungsministeriums des Palu Distrikts auf unser Projekt aufmerksam. In der Folge wurde das Projekt auf verschiedene Standorte im Distrikt erweitert und so konnten innerhalb von nur zehn Tagen mehr als insgesamt 600 Pädagogen*innen geschult werden.

AMURT Indonesien konnte auch einen einmonatigen Zurück-in-die-Schule/in die Kita-Workshops für ebenfalls rund 600 Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen anbieten. Rund 80 Prozent von ihnen hatten zuvor an einem Trauma-Workshop teilgenommen.

Bis die Schulen und Kindergärten wieder eröffnet waren, lernten sie dort Aktivitäten wie in unseren Kinderzentren abzuhalten: mit Lernangeboten, Spielen, Singen, Tanzen, Sport, Malen.