Kindernothilfe Schweiz

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Die UN-Kinderrechte

Kinder haben ganz besondere, eigene Rechte: Die UN-Kinderrechte

Die UN-Kinderrechte sind auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen abgestimmt und sichern jedem Menschen unter 18 Jahren („Kind“) grundlegende politische, soziale, ökonomische, kulturelle und bürgerliche Rechte zu. Sie sollen allen Mädchen und Buben ein kindgerechtes Aufwachsen und die Chance auf ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

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Ein weiter Weg zur Sicherung des Kindeswohls

Obwohl sich fast alle Staaten dieser Welt dazu verpflichtet haben, die UN-Kinderrechte in ihrem Land umzusetzen, ist es noch ein weiter Weg bis zu ihrer konsequenten Verwirklichung und Wahrung – vor allem in den ärmeren Regionen oder in solchen, in denen Krieg herrscht. Denn nach wie vor müssen Millionen von Mädchen und Buben so leben, als ob es dieses Menschenrechtsdokument nicht gäbe: eine Milliarde von ihnen lebt in Armut und hat nicht genug zu essen, geschweige denn Zugang zu ausreichend medizinischer Versorgung oder Bildung.

Laut aktueller Zahlen der ILO (International Labour Organization 2016) gibt es zudem weltweit rund 152 Millionen Kinderarbeiter. Davon gehen etwa 73 Millionen gefährlichen und gesundheitsschädlichen Tätigkeiten nach oder sind in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen „gefangen“. Über 200'000 Mädchen und Buben werden in Kriegen und Konflikten als Kindersoldaten eingesetzt. Rund eine Million lebt auf der Strasse und ist schutzlos Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch ausgeliefert. Diese Zahlen sind nur einige der erschreckendsten Fakten über Kinderrechtsverletzungen, die nicht nur – wie gerne angenommen – in den ärmsten Entwicklungsländern vorkommen, sondern teilweise auch hochentwickelten Industriestaaten. Hier sind es die scheinbar „kleinen Verstösse“, die im Verborgenen stattfinden, wie Mobbing, Abwertung, Vernachlässigung und häusliche Gewalt, die offensichtlich machen, dass Bedürfnisse von Mädchen und Buben nicht in einem erforderlichen Umfang berücksichtigt werden.

Das zeigt, dass die blosse Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention nicht ausreicht, um nötigen Schutz und die Förderung von Kindern unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion zu gewährleisten.