Kindernothilfe Schweiz

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Syrien/Libanon

UNSERE HILFE FÜR SYRISCHE FLÜCHTLINGSKINDER

Frau mit Kind

Wenn die syrischen Flüchtlingskinder das Brummen von Flugzeugen und Helikoptern hören gehen sie noch immer instinktiv in Deckung. Viele von ihnen sind bereits mehrfach geflohen und auch jetzt sind in Nordsyrien wieder Menschen auf der Flucht vor Angriffen.

Karte

Mit unseren Partnern helfen wir syrischen Flüchtlingen, die in den Libanon geflohen sind. Dort sind sie aktuell sicher. An mehreren Orten in der Region Chouf, nahe der syrischen Grenze, haben wir Kinderschutzzentren eingerichtet, um den Kindern einen Raum und Platz zu geben, das Erlebte zu verarbeiten.

Einen Ort, an dem sie endlich wieder nur Kind sein können. Wir helfen Flüchtlingskindern dabei, endlich wieder eine Schule zu besuchen, in dem wir den Familien ganz individuell unter die Arme greifen und z.B. das Schulgeld oder die Kosten für den Schulbus übernehmen.

Wir unterstützen staatliche Schulen im Umgang mit den Flüchtlingskindern sowie private Schulprojekte, wie das von Ghada, einer syrischen Flüchtlingsmutter, die in ihrer kleinen Schule rund 280 Kinder auf den Besuch einer staatlichen Schule vorbereitet.

Die Situation:

Über eine halbe Million Flüchtlingskinder leben seit Beginn des Krieges mit ihren Familien in der Region Chouf im Süden des Libanons.

Gerade in den letzten Jahren ist ihre Zahl auf mehr als ein Viertel der lokalen Bevölkerung angestiegen. Nicht nur die lokalen Behörden sind mit der Situation völlig überfordert sondern auch die Bevölkerung.

Die Menschen - egal ob Flüchtling oder Libanese – leiden darunter.

Die Liste der Probleme ist lang

Schule

Unterricht in Englisch

An den staatlichen Schulen werden viele der Unterrichtsfächer bereits in Englisch unterrichtet. Da viele der syrischen Kinder aber nur arabisch sprechen haben sie kaum eine Chance eine staatliche Schule zu besuchen.

Wir unterstützen die Schule „Damme“ in der 280 Flüchtlingskinder überwiegend Englisch lernen, damit sie so schnell wie möglich an eine der staatlichen Schulen wechseln können.

Die Schule wurde von der 41-jährigen Syrerin Ghada und einer Gruppe von weiteren syrischen Flüchtlingsfrauen gegründet. An der Schule unterrichten rund 20 syrische Lehrkräfte, die nach ihrer Flucht hier eine neue sinnvolle Aufgabe gefunden haben.

Überfüllte Schulen

Viele der staatlichen Schulen sind bereits am Rande ihrer Kapazität angekommen. Um das Problem ein wenig zu entzerren und um möglichst viele Kinder zu unterrichten wird an einigen Schulen der Unterricht bereits in zwei Schichten durchgeführt. Wir unterstützen die Lehrkräfte mit Fortbildungen und helfen mit zusätzlichem Schulmaterial oder Einrichtung.

HKinder lernenilfe für die Lehrer an den staatlichen Schulen

Wir lassen die Lehrer an den staatlichen Schulen nicht alleine. Oft sind sie überfordert mit den Problemen der Flüchtlingskinder oder erkennen schlicht die Symptome der Traumata nicht. In Schulungen unseres Partners lernen sie wie sie besser mit Flüchtlingskindern und ihren Problemen umgehen können und Symptome eines Traumas frühzeitig erkennen.

Unterricht im Kinderzentrum

Trotz der kreativen Lösungsansätze finden nicht alle Flüchtlingskinder einen Platz an einer öffentlichen Schule. Manche der Flüchtlingskinder können aber auch schlicht wegen ihres zum Teil schwierigen Verhaltens, das meist eine Folge der traumatischen Erlebnisse ist, keine normale Schule besuchen. Für diese Kinder bieten wir in unseren Kinderzentren eine eigene Schule an in der sie Lesen, Rechnen und Schreiben lernen können.

Kinder tanzenHilfe für die Kinder im Zentrum

Jedes Kind geht anders mit dem Krieg, der Gewalt und der Flucht um. Manche der Kinder ziehen sich zurück, werden depressiv. Andere versuchen die erlebten Grausamkeiten einfach zu verdrängen. Wieder andere werden gewalttätig und aggressiv.

Mit Liebe und viel Zuneigung versuchen unsere Sozialarbeiter mit den Kindern das Erlebte aufzuarbeiten. Für viele ist es das erste Mal, dass sie über die Bilder, Geräusche, die Gewalt reden können. Unsere Fachkräfte arbeiten mit den Kindern einzeln oder in Gruppen und geben ihnen so die Möglichkeit ihre Gefühle auszudrücken. Ausserdem hat es in den Zentren viel Platz zum Spielen und Toben. Eine willkommene Abwechslung zum oft trostlosen Alltag in den Flüchtlingcamps. Hier können die „kleinen“ Erwachsenen endlich wieder nur Kind sein.

Mindestens eine warme Mahlzeit am Tag

Kinder EssenZudem erhalten die Kinder in den Zentren auch täglich mindestens eine warme Mahlzeit. Denn wegen des Überangebots an Arbeitskräften leben viele der Familien nahe der Armutsgrenze. Sie haben nicht das Geld um ihre Kinder zu Schule zu schicken.

Zusätzlich lindern wir die dem Verteilen von Kleidung und Essen oder wenn nötig auch die Kosten für einen Schulbesuch.