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Corona und Heuschrecken – die Menschen kämpfen an zwei Fronten

 

„Die Heuschrecken fressen unsere Ernte auf. Wenn es so weiter geht, werden wir nicht an Corona sondern bald an Hunger sterben.“

FAO_HeuschreckenBildrechte: FAO

 

Paul steht auf seinem Acker. Um ihn herum schwirren Tausende von Wüstenheuschrecken. Vor wenigen Wochen hat die Familie hier Sorghumhirse angepflanzt. Jetzt schlagen sie schreiend auf die Heuschrecken ein, um wenigstens noch ein paar ihrer Pflanzen zu retten. Nach nur wenigen Minuten ist alles vorbei. Zurück bleiben nur schwarze, abgefressene Stängel und eine völlig verzweifelte Familie. Es ist ein Kampf David gegen Goliath – den Goliath nun schon zum dritten Mal gewinnt. Ein Schwarm in der Größe eines Quadratkilometers frisst jeden Tag die Nahrungsmittel von 35‘000 Menschen. In Kenia verteilt sich derzeit ein Heuschreckenschwarm auf 2‘400 km2. Sein Nahrungsbedarf entspricht dem von 84 Mio. Menschen. Schon die erste Welle im Februar war bereits die schlimmste seit 70 Jahren. 5‘000 km2 Acker- und Weideland wurden von den Heuschrecken befallen. Seither haben sich die Heuschrecken um das 400 fache vermehrt. Die dritte Welle im Juni wird damit den Rekordwert vom Februar 400 mal übertreffen. Die Coronakrise und der drohende Ernteausfall haben die Preise der Lebensmittel bereits massiv steigen lassen. Schon jetzt hungern viele der Kleinbauern und Tagelöhner, weil sie kaum noch etwas zu Essen haben. Als Selbstversorger haben sie kaum Geld und leben von der Hand in den Mund. Wenn sie nun ihre gesamte Ernte verlieren, wird sich der Hunger flächendeckend ausbreiten. Seit März haben wir 9‘000 Kinder, Frauen und Männer in der Krise begleitet und u.a. mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern geholfen. Um mehr betroffene Kinder und ihre Familien zu erreichen, benötigen wir Ihre Unterstützung. Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement.

Text: Deborah Berra, Kindernothilfe Schweiz

 

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