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Kindernothilfe verurteilt die menschenverachtende Räumung des Flüchtlingscamps auf Lesbos

 

Junge in einem Camp in Lesbos

Schwarz maskierte Spezialkräfte der griechischen Polizei räumten ohne Ankündigung das Schutzzentrum „Pikpa-Camp“ in Mytilini auf der Ägäis-Insel Lesbos. Die Polizei holte geschockte und völlig verängstigte Menschen – darunter 32 Kinder – aus den kleinen Häusern und Unterkünften und zwang sie in die bereitgestellten Busse. Die Geflüchteten wurden in das alte Camp Kara Tepe gebracht, das ebenfalls bis Dezember geräumt werden soll. „Wer militärisch organisierte Spezialeinheiten gegen Kinder und Frauen in Marsch setzt, zeigt, wo er steht: ganz sicher nicht auf der Seite von Demokratie und Menschenrechten“, sagt Carsten Montag.

Die Hilfsorganisation „Lesvos Solidarity“ berichtet, dass Mitarbeitenden, Psychologen, Medizinern und Anwälten der Geflüchteten kein Zugang zum Lager erlaubt wurde. Seit 2012 wird das Camp hauptsächlich durch ehrenamtliches Engagement organisiert. Mehr als 30.000 besonders gefährdete Geflüchtete – wie Familien mit kleinen Kindern, Schwangere, Menschen mit Behinderung, schwer Traumatisierte und Opfer von Folter – haben dort im Laufe der Zeit ein vorübergehendes Zuhause gefunden. Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für den Schutz von Flüchtlingen (UNHCR) hat das Camp mehrfach als vorbildlich ausgezeichnet. In den vergangenen Wochen gab es auf der ganzen Welt eine Vielzahl von Petitionen und Appellen gegen die wiederholte Räumungsandrohung des griechischen Migrationsministers Notis Mitarakis.

 Die Kindernothilfe ist mit ihren Partnerorganisationen in Griechenland aktiv, um den Geflüchteten in ihrer Notsituation zu helfen, und unterstützt Organisationen aus der griechischen Zivilgesellschaft dabei, auf europäischer Ebene Lösungen zu finden

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