Kindernothilfe Schweiz

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Die Corona-Pandemie hat Indien in den letzten Wochen hart getroffen

Noch Anfang April berichteten die Kolleginnen im Kindernothilfe-Büro in Delhi, dass trotz steigender Zahlen die Pandemie im Griff sei, da die Impfkampagne schnell voranschreite. Tatsächlich waren im April schon über 100 Millionen Inder:innen erstgeimpft. Seitdem hat sich die Welt komplettverändert. Die Kurve der Neuinfektionen stieg dermassen an, dass schnell landesweit das gesamte Gesundheitssystem überlastet war. Die Gründe dafür liegen nicht hauptsächlich an den religiösen Festen (Holi, Hindu- Neujahr, Kumb Mela), sondern daran, dass die Zentralregierung vor allem die Wirtschaft am Laufen hält und es bis Mitte Mai keinen organisierten Lockdown gab. Das heisst, dass Menschen nicht im Home-Office sein können und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren müssen. Die Regierung hat sogar die Coronakrise ausgenutzt, um die Arbeitsrechte auszuhöhlen, Mindestlöhne zu reduzieren und die Arbeitszeiten zu verlängern. 

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Die Folgen sind verheerend!
„Die Bilder im Fernsehen sind nur ein kleiner Ausschnitt dieser landesweiten realen Katastrophe“, so eine Kollegin in Kolkota. „Ich selbst habe in den letzten Tagen meine Tante und meinen Onkel ins Krankenhaus bringen müssen. Vor allen Krankenhäusern stehen Hunderte von Krankenwagen, Taxis und Privatwagen, die Menschen bringen, die an akutem Sauerstoffmangel leiden, und das bei der Hitze. Es hat jeweils einen ganzen Tag gedauert, bis wir überhaupt einen Platz finden konnten. Jetzt können wir unsere Verwandten weder besuchen noch versorgen und bekommen nur wenige Informationen. Die Familie ist in Quarantäne, d.h. dass der ganze Wohnblock nicht besucht werden kann. Wir organisieren über Nachbarschaftshilfe die Versorgung des Wohnblocks mit dem Allernötigsten.

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Wenn Sie gerne für Indien spenden wollen, können Sie das über folgenden Link mühelos machen: 

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Vielen herzlichen Dank für Ihre Solidarität!