Kindernothilfe Schweiz

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Die Corona-Pandemie hat Indien in den letzten Wochen hart getroffen

Alle Mitarbeitenden der KNH sind unmittelbar betroffen, auch wenn die meisten schon in den vergangenen Monaten an Corona erkrankt waren, meist mit leichtem Verlauf, so müssen sie sich jetzt um kranke Verwandte kümmern. Viele der Menschen bekommen keinen Krankenhausplatz mehr. Die, die wegen akutem Luftmangel vor die Kliniken gefahren werden, müssen dort stundenlang ausharren, Sauerstoffgeräte werden weitergereicht, sobald die Sauerstoffsättigung im Blut wieder einen halbwegs normalen Level erreicht haben. Viele sterben, ohne dass sie behandelt werden. Vor den Kliniken in den Grossstädten gibt es kein Arm und Reich mehr: „Ich habe einen ganzen Tag gebraucht, um einen Krankenhausplatz für meinen Mann zu finden, erfolglos“, so eine Kollegin in Delhi. “Endlich haben wir ein Beatmungsgerät bekommen, so dass mein Mann zumindest zu Hause behandelt werden kann.“ Mittlerweile geht es dem Mann unserer Kollegin besser. Organisationen sind damit beschäftigt, sich und ihre Mitarbeitenden selbst zu schützen, so auch die Kindernothilfe und ihre Partner.

Indien Corona, Quelle flickr.jpg

Es gibt mittlerweile einen Sauerstoffschwarzmarkt auf den Sauerstofftanks zu horrenden Preisen (20 Liter für 200 Schweizer Franken!) verkauft werden. Kolleg:innen haben sich in privaten Initiativen engagiert. In den grossen Städten versuchen sie, Familien, die Quarantäne sind, mit Sauerstoff und dem Nötigsten zu versorgen. Im ländlichen Bereich, mit viel schlechterer medizinischer Versorgung ist die Situation weitaus dramatischer, so berichten die Kolleginnen. Es gibt keine Statistiken über Erkrankungen oder Tote, so dass man davon ausgehen muss, dass die Zahlen auch zehnmal höher sein können. Auch bei den Partnerorganisationen sind Mitarbeitende verstorben. Es ist leider zu befürchten, dass dies erst der Anfang einer noch viel grösseren Katastrophe ist. Daher hat sich die Kindernothilfe dazu entschlossen, mittel- und langfristig humanitäre Hilfe zu leisten.

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