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Erdbeben Haiti

Haiti: 60 Sekunden Ewigkeit

Fünf Jahre nach dem verheerenden Erdbeben kämpfen die Menschen in Haiti noch immer mit den Folgen der Katastrophe. Bitte helfen Sie mit einer Spende

Schutt und Asche

Eine komplette Spielrunde „Steinchenwerfen“ ist nicht möglich. Das Konservendosenauto schafft in dieser Zeit auch nicht den ganzen Parcours und eine Portion Reis mit Bohnen zu essen funktioniert ebenfalls nicht so schnell. Dass 60 Sekunden jedoch dazu ausreichen, ihre ganze Stadt in Schutt und Asche zu legen und ihr Leben und das ihrer Familie und Freunde zu zerstören, das hat Variola am 12. Januar 2010 erleben müssen. Begreifen kann sie es bis heute nicht. Variola lebt in Léogâne, einer Stadt in der Nähe des Epizentrums, in der damals das Erdbeben 80 Prozent der Gebäude und Infrastruktur zerstört hat. Damals war sie fünf Jahre alt und die meisten ihrer Verwandten und Freunde wurden unter den Steinmassen begraben.

Das Land bebt noch immer

Als vor fünf Jahren in Haiti die Erde bebte, berichteten wochenlang weltweit Zeitungen und Fernsehsender über die Katastrophe. Das Beben wurde zum medialen Ereignis. Doch wie die Druckerschwärze der Zeitungen, so verblassten auch nach und nach Wahrnehmung und Erinnerung. Dabei bestimmen diese 60 Sekunden und ihre zermürbenden Folgen noch heute den Takt des karibischen Inselstaates: Cholera-Epidemie, extreme Armut, Perspektivlosigkeit – das Land bebt noch immer. Lautlos.

Grundstein Bildung

lachendes Mädchen im Kinderzentrum Foto: Dietmar RollerzoomIn Kinderzentren fanden viele Kinder Schutz, Unterstützung und Hoffnung. Foto: Kindernothilfe

Die Kindernothilfe leistete 2010 Soforthilfe, bot den Kindern Schutz in Kinderzentren, organisierte Notschulen und ist bis heute dort geblieben und hat auch nicht vor, wegzugehen. Den tausend zerstörten Steinen setzen wir den Grundstein Bildung entgegen! Nur mit einer guten Bildung und einem Schulabschluss kann der haitianischen Bevölkerung nachhaltig dazu verholfen werden, ihr Leben wieder aufzubauen und sich aus der Armut zu befreien. Viele Eltern können sich die hohen Schulgebühren nicht leisten. Die meisten der Lehrkräfte sind nur unzureichend ausgebildet und greifen oftmals auf veraltete Lehrmethoden zurück. Jedes Jahr erreichen viele Kinder daher die Klassenziele nicht und brechen die Schule vorzeitig ab. Fast 500‘000 Mädchen und Jungen im Grundschulalter gehen erst gar nicht in die Schule! Das wollen wir ändern!

Ein starkes Fundament gegen Armut

Gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Städten Port-au-Prince, Carrefour und Léogâne setzt sich die Kindernothilfe dafür ein, dass Kinder dort zur Schule gehen können. Langfristiges Ziel ist es, Schulkonzepte mit innovativen Lehrmethoden zu entwickeln, die auch lernschwache und Kinder mit Behinderung einbeziehen und die von geschulten Pädagogen gefördert werden. Dabei setzen wir Stein auf Stein die vielen Aspekte einer nachhaltigen und umfassenden Bildung zusammen, bis ein individuelles Fundament für jeden Schüler und jede Schülerin aufgebaut ist, das so schnell nicht zusammenfällt.

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