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Flut Pakistan

Kindern drohen fatale Spätfolgen

„Die Flut in Pakistan droht für Kinder fatale Spätfolgen zu haben“, bilanziert die Kindernothilfe über ein Jahr nach Beginn der Katastrophe. „Dauerprobleme im Land wie Mangelernährung, Bildungsnotstand und Kinderarbeit haben sich auf lange Sicht verschärft.". Mit umsichtigem Wiederaufbau wollen wir nun mithelfen, die Probleme langfristig zu lösen.

Bis heute betreibt das Hilfswerk 87 Kinderzentren in den ehemaligen Flutgebieten. „In den Zentren bekommen Mädchen und Jungen Essen, Schulunterricht, psychologische sowie medizinische Betreuung", so die Kindernothilfe „all das ist bis heute notwendig, da weiterhin enormer Mangel besteht."

Flut Pakistan 2015 Foto: © Fayaz Aziz / ReuterszoomFoto: Kindernothilfe

Die lokale Partnerorganisation der Kindernothilfe Sparc stellt in ihrem jährlichen Bericht zur Lage der Kinder in Pakistan fest: „Die Gesundheits- und Ernährungslage von rund 3,5 Millionen Kindern ist durch Ernteausfälle und Wasserverunreinigung weiterhin kritisch. 10‘407 Schulen und andere Bildungseinrichtungen wurden zerstört, ein schneller umfassender Wiederaufbau ist nicht in Sicht." Die gestiegene Armut zwinge viele Familien, jedes Mitglied arbeiten zu schicken, auch Kinder. Mädchen würden zudem vermehrt in die Frühverheiratung gedrängt.

Um diese Probleme langfristig zu lösen, muss vor allem die durch die Flut verschärfte Armut bekämpft werden. Deshalb baut die Kindernothilfe nicht nur Schulen wieder auf, sondern stärkt die Menschen mit ihren Projekten auch wirtschaftlich und politisch. Nur so können sie sich aus der Armut und der in Pakistan noch immer weitverbreiteten Leibeigenschaft befreien.