Kindernothilfe Schweiz

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Hilfe für Strassenmädchen

Weg von der Strasse

In Dire Dawa, einer der grössten Städte Äthiopiens, können 200 Strassenmädchen in einem Schutzzentrum der Kindernothilfe unterkommen. Dort haben sie einen sicheren Schlafplatz, bekommen zu essen und werden medizinisch versorgt. Gerade wenn sie sexuell missbraucht wurden, leiden sie oft unter Krankheiten und Verletzungen. Damit die Mädchen ihre schrecklichen Erlebnisse verarbeiten können, beginnen sie eine Therapie. Wenn sie möchten, ziehen sie nach einem Monat in ein Wohnheim. Dort dürfen sie spielen, lachen und gehen endlich zur Schule. Denn nur durch Bildung haben die Mädchen die Chance, ein selbstbestimmtes und gesundes Leben zu führen. Die Mädchen nehmen ausserdem an vielen verschiedenen Schulungen teil, wie etwa HIV/Aids-Aufklärung, Sexualkunde, politische Bildung und Hauswirtschaft, um sie auf ihre Zukunft vorzubereiten. Die Mädchen nehmen weiterhin an Einzel- und Gruppentherapien teil.

FSCE Dire Dawa Foto: Gießler, EdithzoomStrassenmädchen in Dire Dawa. Foto: E. Geissler

Starke Familien

„Nach Möglichkeit möchten wir die Strassenmädchen wieder in ihre Familien integrieren“, sagt Edith Giessler, Projektkoordinatorin der Kindernothilfe. „Bevor das geschieht, werden die Familien jedoch soweit gestärkt, dass sie sich wirklich um die Kinder kümmern können.“ Die Mütter und grossen Geschwister machen eine Ausbildung, zum Beispiel als Schneiderin. Andere wiederum erhalten ein Startkapital und Schulungen in Wirtschaften und Sparen, um sich selbstständig zu machen. Die älteren Mädchen im Projekt machen ebenfalls eine Ausbildung, etwa als Schneiderin, damit sie sich zukünftig selber versorgen können.

Eine Frag der Gemeinschaft

Damit das Projekt der Kindernothilfe und ihres Partners FSCE besonders nachhaltig wirken kann, werden die Menschen in den betroffenen Regionen aktiv an der Planung, Durchführung und Evaluation der Projektaktivitäten beteiligt. So verwalten etwa Mitglieder der Gemeinde selbstständig die Ausbildungszentren. Kinder engagieren sich in Kinderclubs und melden Kinderrechtsverletzungen an offizielle Stellen. Dies soll dazu führen, dass weniger Kinder von zu Hause weglaufen. Männer und Frauen schliessen sich zusammen gegen Kinderhandel und Missbrauch, fangen Opfer auf und helfen bei der Rückführung in die Familien. Dies sind nur einige Beispiele, wie die Menschen selber aktiv werden – für die Kinder in ihrer Mitte.

FSCE Dire Dawa Foto: Gießler, Edith

Im FSCE Zentrum Foto: E. Giessler

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