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Äthiopien - Hintergrundinformationen

Kein Kinderspiel: Strassenkinder von Dire Dawa

Dire Dawa liegt 505 Kilometer nordöstlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die Stadt hat 341’834 Einwohner. Hauptprobleme der Bewohner sind: Die hohe Inflationsrate, Arbeitslosigkeit, Dürren und Überschwemmungen im Wechsel in Folge von Umweltzerstörung, eine hohe Anzahl von Migranten, die in die Stadt kommen, HIV, Armut, Wohnungsnot und schlechte sanitäre Versorgung. In der Stadt gibt es ca. 11’000 Kinder ohne elterliche Fürsorge, deren Recht auf Nahrung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Unterkunft und Schutz nicht zufriedenstellend erfüllt wird.

Sie leben meist bei nahen oder entfernten Verwandten aus ihrer Grossfamilie oder bei Pflegefamilien. Die Lebensbedingungen dieser armen Familien sind durch Ernährungsunsicherheit, Mangel- und Fehlernährung und die Unfähigkeit, Schulmaterial und ärztliche Kosten zu bezahlen, gekennzeichnet. Die Familien leben mit vielen Mitgliedern zusammengepfercht in engen und baufälligen Behausungen. Die Kinder ohne elterliche Fürsorge müssen arbeiten und sind Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. Viele Kinder werden in Kinderprostitution gezwungen oder verdingen sich als Tagelöhner.Körperliche und seelische Erkrankungen sind die Folge. Aufgrund der sozio-ökonomischen Verhältnisse zu Hause gehen diese Kinder meist nicht zur Schule und wenn doch, dann brechen sie die Schule oft vorzeitig ab. Hoffnungslosigkeit und Desorientierung machen sich unter den Kindern breit und führen zu ersten Straftaten.

Die Situation von Strassenkindern ist besonders alarmierend. Diesen Kindern fehlt es an allem: Sie haben keine Unterkunft, sie gehen nicht zur Schule, sie können keine gesundheitliche Versorgung in Anspruch nehmen und haben meist nicht genug zu essen. Sie sind sexuellem Missbrauch und Ausbeutung besonders schutzlos ausgeliefert. Häufig ertragen sie ihre Situation nur durch den Konsum von Drogen. Doch nicht nur das: Sie werden von der Polizei schikaniert und von älteren Jugendlichen ausgeraubt. Die Strassenkinder verbringen viele Stunden des Tages bettelnd auf den Strassen oder sie treiben sich vor Hotels herum und warten auf übriggebliebene Essensreste oder durchsuchen die Mülleimer nach Wieder-Verwertbarem. Andere verdienen sich Geld als Autowäscher, Parkplatzwächter, Hausierer, Lastenträger oder Sexarbeiter. Viele dieser Kinder kommen aus anderen Regionen des Landes. Sie haben ihre Angehörigen, Freunde und ihr vertrautes Umfeld auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in Dire Dawa verlassen.

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