Kindernothilfe Schweiz

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Kinderabeiter in den Minen von Potosí

Potosí ist ein Bergbauzentrum in den bolivianischen Anden. Die Bewohner der Stadt arbeiten seit jeher im Bergbau. Fallende Rohstoffpreise und die nationale Wirtschaftskrise führen jedoch dazu, dass seit Jahren das Einkommen der Arbeiter sinkt.

Damit die Familien überleben können, müssen die Kinder mitarbeiten. Offizielle Arbeitsverträge haben sie nicht und müssen unter primitivsten Umständen und ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen körperliche Schwerstarbeit leisten – bis zu zwölf Stunden am Tag und für einen Hungerlohn. Unter Tage sind die Kinder Temperaturen von bis zu 40°C und extrem hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzte. Giftige Arsendämpfe schädigen ihre Körper und der gefährliche Staub, der bei der Arbeit entsteht, setzt sich in der Lunge fest.

Viele Kinder werden bei Sprengungen verletzt. Ein geregelter Schulbesuch ist so nicht möglich.

Kinderarbeit, Foto: Schübelin, JürgenzoomUnter Tags in Potosí, Foto: Jürgen Schübelin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Bildung
Mit diesem Projekt wollen wir erreichen, dass sich die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Jüngsten verbessern. Durch die enge Zusammenarbeit mit Eltern, anderen Organisationen und den Minenarbeitern wird daran gearbeitet, den Kindern eine Zukunftsperspektive zu bieten. Dies geschieht, indem wir die Jüngsten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kinderrechte unterstützen.

Aufgabenhilfe
So zum Beispiel bieten wir den Kindern und Jugendlichen in den pädagogischen Zentren unseres Projektes Hausaufgabenhilfe und Nachhilfeunterricht und unterstützen und fördern sie auf diese Weise in ihren schulischen Leistungen. In Sport-, Theater-, Musik- und Malkursen haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Alltag zu vergessen und eigene Talente zu entdecken und zu fördern.

Eine warme Mahlzeit täglich
In den pädagogischen Zentren erhalten die Mädchen und Jungen zudem jeden Tag eine warme Mahlzeit. Das soll sie stärken und die weit verbreitete Mangelernährung reduzieren. Die Familien erhalten in einem Gesundheitsposten medizinische Versorgung. Durch ein ambulantes Gesundheitsmobil können auch die Kinder und Erwachsenen in den Minen ärztlich versorgt werden, insbesondere bei Arbeitsunfällen.

Aufklärung über ihre Rechte
Workshops und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Kinderrechte, Partizipation oder Selbstwertgefühl stärken und befähigen die Kinder und Jugendlichen, für ihre Rechte und Interessen einzutreten.