Kindernothilfe Schweiz

Dauerhaft. Liebevoll. Weltweit.
Jetzt spenden

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Der Aktionsrahmen für globale Herausforderungen

Bei der Konferenz der UNO über nachhaltige Entwicklung 2012 in Rio de Janeiro entschied die internationale Staatengemeinschaft, globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten. Als Modell dienten die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs), welche zum Ziel hatten, die weltweite Armut bis 2015 zu halbieren und die globale Entwicklung zu fördern.

Indem die MDGs eine gemeinsame Vision in konkrete, zeitlich verbindliche Ziele übertrugen ist es gelungen, die zentralen Herausforderungen besser sichtbar zu machen und weltweit politische Unterstützung sowie Ressourcen zu mobilisieren.

In vielen Bereichen konnten in den 15 Jahren substantielle Fortschritte erzielt werden. Gleichzeitig sind weiterhin globale Anstrengungen zur Überwindung der Armut und zur Nachhaltigen Entwicklung notwendig. Die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sollen somit nicht nur die MDGs vollenden, sondern neben der Armutsbekämpfung auch nachhaltiges Wachstum und Umweltschutz fördern. Sie sind zudem für alle Länder gültig, also auch für die Schweiz.

Worum geht es?

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden den neuen Rahmen  der internationalen Zusammenarbeit und lösten Ende 2015 die Milleniumsentwicklungsziele ab.

Die Agenda 2030 löst die Millenniumsentwicklungsziele ab und benennt 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung, welche das gemeinsame Leitbild zur Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung sind. Die Ziele gelten für alle Staaten – also auch für die Schweiz. Neben dieser Universalität zeichnet sich die Agenda dadurch aus, dass sie soziale, wirtschaftliche und ökologische Anliegen integriert. Sie zeigt damit auf, dass ein Leben in Würde für alle Menschen  nur möglich ist, wenn alle Länder gemeinsam handeln  und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten der Umwelt geschieht.

Die SDGs integrieren neben der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung auch ökologische Nachhaltigkeit. Zudem greifen die SDGs Aspekte wie Frieden und Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und gute Regierungsführung auf, welche für Nachhaltige Entwicklung von fundamentaler Bedeutung sind.

Die SDGs haben universelle Gültigkeit. Dies bedeutet, dass alle Länder gemäss ihren Kapazitäten einen Beitrag zum Erreichen der Ziele leisten sollen. Auch die Schweiz wird aufgefordert sein, die Ziele national umzusetzen. Daneben sollen Anreize geschaffen werden, damit nicht staatliche Akteure vermehrt einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung leisten.