Kindernothilfe Schweiz

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Hunger der grösste Feind der Entwicklung

Weltweit hungern mehr als 800 Millionen Menschen. Jedes siebte Kleinkind unter fünf Jahren leidet an Mangelernährung, rund 66 Millionen Kinder gehen in Entwicklungsländern hungrig in die Schule. Unterernährung ist damit der grösste Feind der Entwicklung: Wer Hunger hat, kann in der Schule nicht lernen, hat weder Kraft noch Hoffnung, für die Zukunft zu planen, leidet häufiger an Krankheiten. Mangelernährte Kinder bleiben mit ihrer Entwicklung hinter ihren Altersgenossen zurück. Oft drohen dauerhafte seelische und körperliche Schäden.

Kindernothilfe 2010 Foto: Jakob StudnarzoomFoto: Kindernothilfe

Wir setzen uns deshalb gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort für ein Ende des Hungers ein. Das reicht von der Verbesserung landwirtschaftlicher Anbaumethoden über Schulungen zum Thema Ernährung bis hin zum Angebot ausgewogener Mahlzeiten in unseren Projekten.

Dabei ist es gar nicht so leicht zu definieren, ab welchem Zeitpunkt wir von „Hunger“ oder „Unterernährung“ sprechen. Nach dem Welthungerindex wird der Begriff „Hunger“ nicht einheitlich verwendet. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet er ein Unbehagen, das aus einem Nahrungsmangel resultiert.

Die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) definiert Hunger als eine Kalorienaufnahme von weniger als etwa 1'800 Kilokalorien am Tag, für Kinder entsprechend weniger. Dies entspricht dem Minimum, das die meisten Menschen für ein gesundes und aktives Leben benötigen. „Unterernährung“ geht über Hunger hinaus und bezeichnet eine unzureichende Versorgung mit Energie, Proteinen oder wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Unzureichend kann sich in diesem Fall sowohl auf die Qualität als auch auf die Quantität beziehen und schliesst darüber hinaus eine mangelhafte Nährstoffaufnahme aufgrund von Infektionen oder anderen Krankheiten, fehlendem Zugang zu sauberem Wasser oder nicht ausreichenden Gesundheitsdiensten ein.