Kindernothilfe Schweiz

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HIV und Aids

Den Teufelskreis durchbrechen

Aids grassiert. Zwischen 2001 und 2014 wuchs nach Angaben von UNICEF die Zahl der Kinder, die einen oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren haben, von 11,5 auf 20 Millionen. Die meisten dieser Waisen – fast 18 Millionen – leben in Afrika. Doch auch in Asien und Osteuropa nimmt die Situation dramatische Züge an. Prävention, Pflege, Behandlung und Lebensperspektiven für Aids-Waisen schaffen: So lautet die Strategie, um die Pandemie einzudämmen und Betroffenen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. UNAIDS hat das Ziel Aids bis 2030 zu beenden formuliert. Die Kindernothilfe ist gemeinsam mit ihren Partnern vor Ort aktiv gegen die weitere Ausbreitung. Die Kindernothilfe unterstützt zudem nicht nur Aidswaisen, sondern bietet auch Präventions-, Test-, Behandlungs-, Pflege- und weitere Unterstützungsmöglichkeiten.

Was sind HIV und Aids?

Aids ist allgemein bekannt als eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems, die durch den Immunschwächevirus HIV (= human immune deficiency virus) verursacht wird. Das Wort Aids steht für die englische Bezeichnung „acquired immunodeficiency syndrome“ und heisst übersetzt „Erworbener Immundefekt“. Während HIV demnach „nur“ das Virus bezeichnet, meint Aids den Ausbruch der Krankheit und damit die Schädigung des Immunsystems samt Folgeerscheinungen durch das HI-Virus.

Charakteristisch ist, dass das HI-Virus die körpereigenen Zellen angreift, die wiederum für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Eine Abwehr von Krankheiten ist folglich nicht mehr möglich und mit der Zeit sterben die Zellen ganz ab, das Immunsystem bricht irgendwann ganz zusammen.

Typischerweise sind die ersten Symptome nach einer Ansteckung mit dem HI-Virus Fieber, Hautausschlag oder geschwollene Lymphknoten. Es gibt jedoch auch Infizierte, die zunächst jahrelang beschwerdefrei leben. Anschliessend folgen Symptome der ersten Aids-Stadien wie beispielsweise Fieber, Durchfall, Nachtschweiss und Gewichtsabnahme.

Infizieren kann man sich über Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit oder auch die Muttermilch. Viele stecken sich zum Beispiel beim ungeschützten Geschlechtsverkehr an.