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Haiti: Katastrophe trifft Projekte der Kindernothilfe ins Mark

Ruben Wedel, Koordinator der Kindernothilfe, und die Ärzte der Partnerorganisation Humedica sind am Freitagabend in Port-au-Prince eingetroffen. Mit dem lokalen Partner haben sie sofort mit der Organisation der Katastrophenhilfe begonnen. Fast alle Kindernothilfe-Projekte sind stark betroffen. Ein von Air Berlin bereitgestellter Frachter mit 15 Ärzten und Hilfsgütern der Kindernothilfe ist unterwegs nach Haiti.

«Über die medizinischen Erstversorgung hinaus werden wir uns vor allem auf die Betreuung der Kinder konzentrieren, die in dieser dramatischen Situation unsere Hilfe brauchen», so die Kindernothilfe-Koordinatoren. Unter freiem Himmel wurde ein Büro eingerichtet. Erste Massnahme war die Bestandsaufnahme aller sechs von der Kindernothilfe geförderten Projekte der Partnerorganisationen. Drei der Gebäude in der Hauptstadt und das Verwaltungsgebäude sind stark beschädigt oder zerstört. Auch die Schulen in den Bergen sollen völlig zerstört sein.

Im Camp der Partnerorganisation «Kleine Schwestern» in Carrefour sind Schule und Konvent eingestürzt. 130 Schüler wurden tot, 27 lebend geborgen. Auf dem Gelände des College Verena haben rund 1000 Menschen Zuflucht gesucht. Es gibt aber kaum noch Lebensmittel und Wasser. Jean-Baptiste am Samstag via Telefon: «Dies ist in ein Hilferuf! In der kleinen Klinik gibt es nur einen Arzt und eine Schwester. Die Medikamente sind aufgebraucht!»

Wichtigste Massnahmen sind jetzt die medizinische Versorgung der Kinder und ihre Ernährung. Versorgungsgüter wie Babynahrung, Infusionen, Hygienematerial, Wasseraufbereitungsfilter müssen vor Ort geschafft werden. Da alle Banken zusammengebrochen sind und kein Geld mehr da ist, bringt ein Kindernothilfe-Vertreter auch Bargeld nach Haiti. Daneben sollen Kinderzentren eingerichtet werden und die Traumaarbeit anlaufen.

Alinx Jean-Baptiste am Montagmittag: «Wir haben ein gutes Team und sind gut organisiert. Aber es fehlt an allem. Medikamente, Wasser und Nahrungsmittel für Mädchen und Knaben werden dringend gebraucht. Bitte helft uns!»

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