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Haiti: Kindernothilfe richtet erste Kinderzentren ein

 

provisorische Schule in DELMAS 31, Foto: KindernothilfezoomProvisorische Schule, Foto: Kindernothilfe

Die Kindernothilfe will heute Dienstag den Betrieb des ersten Kinderzentrums in Port-au-Prince aufnehmen. Die Kinder erhalten dort Nahrung und Wasser, werden physisch und psychisch versorgt - und vor allem geschützt. Denn Kinder sind bei Katastrophen besonders gefährdet. Zum Schutz vor Übergriffen und Gewalt muss man sie dringend registrieren.

 

In Haiti sind jetzt für die westliche Welt selbstverständliche Grundrechte wie das Recht auf Namen und Identität in höchster Gefahr: Unzählige Kinder sind verloren gegangen und irren auf der Suche nach ihren Familien umher. «Wir müssen sie an sichere Orte bringen, registrieren und versorgen», sagt Frank Boshold, Geschäftsführer der Kindernothilfe Schweiz. Schon vor dem Beben wurden viele Kinder an Haushalte verkauft und ausgebeutet. «Mit Hunger und Elend steigt nun die Gewaltbereitschaft der Menschen», erklärt Boshold. «Sie richtet sich immer gegen die Schwachen.»

Die Kindernothilfe-Koordinatoren Ruben Wedel und Alinx Jean-Baptiste bereiten in Port-au-Prince nun die Einrichtung weiterer Kinderzentren vor. Noch immer steht die Nothilfe im Fokus. «Das wird noch lange Zeit unser Hauptproblem sein, bevor wir uns um den Wiederaufbau kümmern können», so Frank Boshold. Auch die Betreuungspersonen in den Projekten sind schwer betroffen und müssen ihrerseits betreut werden.

Im Laufe des Tages wird ein weiteres Hilfsteam mit Ärzten und Koordinatoren der Kindernothilfe die Region erreichen. Durch Unterstützung u. a. von Air Berlin konnten wir gestern zusammen mit ihrem Partner Humedica 30 Tonnen Hilfsgüter ins Krisengebiet schicken. Die Kindernothilfe hat in und um Port-au-Prince seit Jahren mehrere Hilfsprojekte für mehr als 5000 Kinder. Fünf der Projekte sind von der Katastrophe betroffen und weitestgehend zerstört.

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